WAZ: Zwei Unternehmen arbeiten bei Neubauprojekt zusammen

ESSEN-HAARZOPF.   Baufirma erstellt drei Häuser an der Fulerumer Straße in Haarzopf, Wohnungsgenossenschaft vermietet sie. Arbeiten sollen im Frühjahr beginnen.

Die Bebauung der Fulerumer Straße geht weiter. Seit kurzem ist das Grundstück nördlich des Neubaus Rotunde eingezäunt. Dort sollen drei Gebäude mit 56 Wohneinheiten entstehen. Realisiert wird das Projekt vom Bauunternehmen Grenzlandbau, das die Häuser für die Wohnungsgenossenschaft Essen-Nord baut. „Wir wollen die Wohnungen später im Bestand halten und vermieten“, erklärt Juan-Carlos Pulido, Vorstandsvorsitzender der Wohnungsgenossenschaft Essen-Nord.

Visualisierung Fulerumer Str

Visualisierung Fulerumer Str

Die Zusammenarbeit beider Unternehmen kam auf ungewöhnliche Weise zustande. Die Stadt vermarktet seit der Durchstreckung der Fulerumer Straße im Jahr 2011 nach und nach ihre dortigen Grundstücke gegen Höchstgebot. Etliche Grundstücke sind in den vergangenen Jahren schon bebaut worden.

 

Bauunternehmen realisiert das gesamte Projekt

Als man für die beiden Flurstücke in Höhe der Bushaltestelle bieten konnte, habe die Wohnungsgenossenschaft Essen-Nord den Zuschlag für das nördliche und Grenzlandbau den für das südliche Teilstück erhalten. „Grenzlandbau wollte die Bebauung durchführen und dann verkaufen“, so Pulido. Die Wohnungsbaugenossenschaft Essen-Nord habe ursprünglich für beide Grundstücke geboten. Als man erfahren habe, dass Grenzlandbau den Zuschlag für das Nachbarstück erhalten habe, habe man Kontakt aufgenommen.

Vertraglich hätten sich beide Unternehmen geeinigt, dass Grenzlandbau beide Grundstücke als Gesamtprojekt bebauen solle. „Wir als Genossenschaft kaufen dann die Gebäude und vermieten sie“, so Pulido. Wenn man nur eine Baustelle einrichten müsse, habe das diverse Vorteile, unter anderem logistischer Art. So müsse man zum Beispiel bestimmte Abstände zwischen den Häusern nicht einhalten. Ein weiterer Vorteil sei, dass bei einer gemeinsamen Planung alle Wohnungen den gleichen Standard hätten, die Gebäude sozusagen aus einem Guss entstehen könnten.

Ein Bauzaun an der Fulerumer Straße deutet darauf hin, dass dort bald die Arbeiten beginnen könnten. | Foto: Klaus Micke

„Der Bauantrag für das Gesamtprojekt ist gestellt. Wir hoffen, dass die Genehmigung im März vorliegt“, so Juan-Carlos Pulido. Insgesamt sollen drei Gebäude entstehen, zwei parallel zur Fulerumer Straße und ein kleineres in zweiter Reihe. Für die 56 Wohnungen werde es eine gemeinsame Tiefgarage mit 60 Plätzen geben, die von der Fulerumer Straße aus erreichbar sein werde. Die Gesamtwohnfläche liege bei 4500 Quadratmetern. „Größenmäßig wird es ein bunter Mix sein, Zwei- bis Vierraum-Wohnungen mit 60, 70 oder 90 Quadratmetern. Richtig große Wohnungen mit deutlich über 100 Quadratmetern wird es nur wenige geben“, sagt der Vorstandsvorsitzende.

15 bis 18 Monate Bauzeit sind eingeplant

Die Wohnungen seien barrierearm mit Balkonen oder Terrassen mit Gartennutzung. Nähere Details, auch zur Vermietung, sollen beim ersten Spatenstich vorgestellt werden. Zum Quadratmeterpreis könne er noch nichts sagen, sagt Pulido und erklärt: „Unser Ziel als Genossenschaft ist es, bezahlbaren Wohnraum anzubieten.“ Er rechnet für die ein bis zwei Bauabschnitte mit 15 bis 18 Monaten Bauzeit, je nach Witterung.

In den letzten Jahren sind in Haarzopf zahlreiche Neubauten mit hochwertigen, aber auch teueren Eigentumswohnungen entstanden.

Der Bürgerverein Haarzopf-Fulerum und engagierte Bürger des Stadtteils fordern deshalb seit langem, bezahlbare, seniorengerechte Mietwohnungen in Haarzopf und Fulerum zu schaffen.

Quelle: WAZ.de vom 20.01.2018, Autorin: Elli Schulz, Fotos: