Vorstand geht auf Nummer sicher

Essen-Altendorf.  Wohnungsgenossenschaft Essen-Nord stellt neuen Vorstand und neue Wohnungsbauprojekte in Kupferdreh, Düsseldorf und Ratingen vor.

Die Zahl von Wohnungseinbrüchen oder Einbruchsversuchen nimmt auch in den Immobilen der Wohnungsgenossenschaft Essen-Nord zu. „Dabei wird nicht nur viel zerstört, sondern sie führen auch zu einer hohen Verunsicherung unserer Mieter“, sagte gestern Juan-Carlos Pulido, der neue Vorstandsvorsitzende. Deshalb lädt „Essen-Nord“ am Dienstag, 12. April, 19 Uhr, zu einer Informationsveranstaltung in den Gemeindesaal von St. Clemens Maria Hofbauer, Hirtsieferstraße 12, in Altendorf ein. Gemeinsam mit Vertretern der Polizei, der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Bank) sowie Fenster- und Türenbauern wird über Sicherheit und Einbruchsschutz informiert.

Neubau

Der neue Vorstand v.l.: Andreas Dargegen, Michael Malik, Juan-Carlos Pulido. Foto: Knut Vahlensieck / FUNKE Foto Services

Die Wohnungsgenossenschaft investiert in ihrem 102. Jahr ihres Bestehens nicht nur rund 7 Mio. Euro in den Bestand, sondern baut auch neu. „Wir möchten für alle Generationen passenden Wohnraum zur Verfügung stellen“, erklärt Michael Malik, als Vorstandsmitglied für die Kundenbetreuung verantwortlich. So investiert „Essen-Nord“ rund 3,4 Mio. Euro in zwei Mehrfamilienhäuser an der Kupferdreher Straße/Möllneyer Ufer in Kupferdreh. Von den 20 komfortabel ausgestatteten Wohnungen sind bereits 18 vermietet. Bezugstermin ist im Frühsommer.

Zwei weitere Mehrfamilienhäuser mit bis zu 20 Wohnungen und Tiefgarage plant die Genossenschaft an der Nöggerathstraße 77 in Altendorf. Baubeginn soll hier spätestens im Herbst sein. Ein Projekt in Bedingrade sei dagegen „noch nicht spruchreif“.

Wichtig bleiben barrierefreie Wohnungen für ältere Mieter. „Denn sie möchten nicht wegziehen, sondern in ihrer Umgebung bleiben“, weiß Michael Malik.

Mietentwicklung

Juan-Carlos Pulido, der im Sommer den Vorsitz von Prof. Dr. Franz Peter Lang übernommen hatte, geht offensiv den hochwertigen Neubauprojekt um, wohl wissend, dass die Miete deutlich höher ist als im Altbestand. „Projekte in Städten mit einem höheren Mietniveau, wie Düsseldorf und Ratingen, kommen letztlich auch unseren Mitgliedern in Essen zugute, denn durch eine Quersubventionierung fließen die dort erzielten Einnahmen letztlich auch in den Bestand hier vor Ort.“ In Essen sei dagegen der Mietspiegel die Richtschnur: „Auf ihn sind wir alle sehr gespannt.“

Umweltschutz

9,5 Mio. Euro investiert das Unternehmen bis 2019 in den Umweltschutz, also in umweltfreundlichere Energieversorgung, aktuell an der Schönebecker Straße 97 – 101 und an der Schacht-Franz-Straße in Schönebeck. Neue Balkone, besser isolierte Fenster, Wärmedämmung, Nahwärmenetz – dort wird das volle Programm gemeinsam mit den Stadtwerken abgespult.

Flüchtlinge

So hat sich „Essen-Nord“ wie auch andere Unternehmen verpflichtet, Flüchtlingen Wohnraum anzubieten. „Im Moment haben wir nur das Problem der Vollvermietung. Wir sind zu erfolgreich“, dämpfte Michael Malik die Hoffnungen.

Siedlerfest

Das nächste Siedlerfest steigt am Samstag, 4. Juni, wieder im Bockmühlen-Park. Motto: „Siedler machen was für andere Mieter!“ Mit dabei sind der Altendorfer Bürgerverein und die DJK Altendorf 09. Wer bei der Vorbereitung, am Festtag selbst oder beim Abbau helfen möchte, melde sich beim Orga-Team unter 64 13 38. Kuchenspenden: 45 87 90 50.

Weitere Neubauprojekte

In weitere Neubauten investiert die Genossenschaft in Düsseldorf-Derendorf ins „Petit Carré“ nahe dem Hochschulzentrum. Hier entstehen für 12,1 Mio. Euro 59 Appartements mit komplett eingerichteter Küche, speziell gedacht für Pendler. In Düsseldorf-Unterbilk wird eine Baulücke mit sechs hochwertigen Wohnungen gefüllt. Investition: 1.9 Mio. Euro.


Quelle: WAZ.de | Vorstand geht auf Nummer sicher | WAZ.de vom 08.03.2016