Familienfreundlichkeit ist Trumpf

Drittes Unternehmensfrühstück greift Themen rund um das Essener Bündnis für Familie auf

„Vorbilder schaffen, die nach außen Strahlkraft haben sollen“ – so leitete Essens Sozialdezernent Peter Renzel in das aktuelle Thema des Unternehmensfrühstücks des Netzwerkes „Essener Bündnis für Familie“ ein, zu dem sich über 60 Inhaber, Geschäftsführer und Personalverantwortliche in der Sparkasse Essen trafen. Im Blickpunkt standen Tendenzen und Erfolge rund um die Vereinbarkeit und Familie und Beruf.

Sparkasse Essen 04. Dezember 2015 Foto: Sven Lorenz, Essen

Sparkasse Essen 04. Dezember 2015 Foto: Sven Lorenz, Essen

Strahlkraft haben soll vor allem, die Initiative von Firmen, die sich bereits die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auf die Fahne geschrieben haben, mehr Verantwortung für Ihre Mitarbeiter zu übernehmen.

Im Laufe der Veranstaltung in der Unternehmenszentrale der Sparkasse Essen wurde drei weitere Essener Unternehmen als familienfreundlich zertifiziert. Die Wohnungsgenossenschaft Essen Nord eG, das LVR-Klinikum Essen und die CADBAS GmbH Essen. Sie nahmen vor Ort ihre Urkunde entgegen.

Volker Behr freute sich als Gründungsmitglied des Essener Bündnisses für Familie und zukünftiger Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Essen, das Unternehmensfrühstück in seinem Hause durchführen zu können. Es basiert auf einer gemeinsamen Initiative des Essener Unternehmensverbandes e.V., der Stadt Essen, der IHK zu Essen, der Kreishandwerkerschaft Essen sowie der Kinderstiftung Essen. Auch der DGB und die Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft sind mit im Boot.

Als sehr zur Nachahmung empfohlene Beispiele für eine gelungene Vereinbarung von Familie und Beruf wurden im Laufe des Veranstaltung unter anderem die Kita Lumiland des RWA oder auch die betriebsnahe Kinderbetreuung der Funke Mediengruppe genannt. Die Unternehmensgruppe Sutter bezuschusst ihrerseits die Kita-Gebühren ihrer Mitarbeiter mit jeweils 250 Euro.

Peter Renzel lobte die Initiative des Netzwerks und der Betriebe, die das Qualitätssiegel bereits erhalten haben: „Die Unternehmen im ‚Essener Bündnis für Familie‘ erkennen den Standortvorteil Familienfreundlichkeit. Ihre Familienorientierung stellen Unternehmensleitungen, Vorstände und Personalverantwortliche im anspruchsvollen Zertifizierungsprozess ‚Essener Audit‘ freiwillig auf den Prüfstand.“ Das lokale Siegel ist inzwischen weit über die Grenzen Essens hinaus bekannt.

Qualitätssiegel „Essener Audit“

Die Beschäftigten aller inzwischen 135 Bündnispartner ziehen einen großen Nutzen daraus, dass Ihre Arbeitgeber bereit sind, mehr Verantwortung für Ihre Mitarbeiter zu übernehmen.

15 Unternehmen sind bereits zertifiziert und profitieren gemeinsam mit Ihren 14.000 Beschäftigten. Auch unter Marketing-Gesichtspunkten können die Betriebe mit dem Qualitätssiegel für ihre ausgezeichnete Personalpolitik punkten und so einfacher Fachkräfte finden und halten.

Fast nebenbei stellen sich bei den Firmen auch geringere Krankenstände und kürze Elternzeiten ein – denn die Mitarbeiterzufriedenheit in familienfreundlichen Unternehmen ist hoch.

Quelle: Tagesspiegel Essen vom 09. Dezember 2015